Sozialarbeiter/in
Berät, begleitet und unterstützt Menschen in schwierigen sozialen oder persönlichen Lebenssituationen. Vermittelt Hilfsangebote, entwickelt gemeinsam mit Betroffenen Lösungswege und arbeitet mit Behörden, Einrichtungen und sozialen Diensten zusammen.
Kein Ausbildungsberuf, sondern ein Studium: in der Regel der Bachelor Soziale Arbeit (B.A.) an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften, 6 bis 7 Semester. Voraussetzung ist die Fachhochschulreife oder das Abitur; beruflich Qualifizierte, etwa Erzieherinnen und Erzieher mit Berufserfahrung, können je nach Bundesland auch ohne Abitur zugelassen werden. Viele Hochschulen vergeben die Plätze über einen Numerus clausus, manche verlangen ein Vorpraktikum. Für die staatliche Anerkennung, die viele Arbeitgeber und besonders Jugendämter voraussetzen, braucht es eine längere Praxisphase: je nach Bundesland im Studium integriert oder als Anerkennungsjahr danach. Es gibt auch duale und berufsbegleitende Studiengänge. In einem regulären Studium gibt es keine Ausbildungsvergütung. Der Unterschied zu Erzieher/in und Heilerziehungspfleger/in: Diese werden an Fachschulen ausgebildet, meist nach dem mittleren Schulabschluss und einer Vorausbildung. Für diesen Beruf braucht man dagegen ein Hochschulstudium. Die Studiengänge heißen teils „Soziale Arbeit“, teils „Sozialpädagogik“ oder „Sozialwesen“ und führen in dasselbe Berufsfeld.
Büro und Beratungsraum, dazu Hausbesuche und Termine in Schulen, bei Gericht oder in Einrichtungen; in stationären Wohngruppen auch Schichtdienst mit den Bewohnern. Man arbeitet mit Menschen jeden Alters und ihren Familien und stimmt sich zugleich mit vielen Stellen ab: Ämter, Schulen, Ärzte, Polizei, Gerichte. Der Tag besteht aus festen Terminen, die von Krisen unterbrochen werden können. Die Fallzahlen sind oft hoch. Bei freien Trägern sind Stellen häufig projektfinanziert und befristet, Teilzeit ist verbreitet.
Sozialarbeiter · Sozialpädagoge · Social Worker
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